Endlich ist es soweit und Hühner halten schon zum zweiten Mal Einzug in ihr Sommerquartier, im integrativen Kindergarten St. Wolfgang in Rudelzhausen. Jedoch war der Weg nicht ganz einfach bis zu dem Tag, an dem der 1. Vorsitzende Paul Walter und sein Stellvertreter Thomas Haid, ein deutsches und ein federfüßiges Zwerghuhn sowie eine braune Legehenne aus dessen eigener Nachzucht, an die Kinder und Erzieherinnen übergeben konnten.

Während Corona dem Projekt im letzten Frühjahr einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, mussten die Kinder in diesem Jahr voller Ungeduld, auf das Ende der Hühnergrippe bedingten Stallpflicht warten.

Die Erzieherinnen haben diese Zeit aber gut genutzt, um mit den Kindern Vorbereitungen zu tätigen und zu erörtern, welche Verantwortung man mit der Haltung von Tieren übernimmt.  Unter anderem wurde mit Thomas Haid ein Video darüber gedreht, wie Hühner leben, welche Hühnerrassen es gibt, was Sie grundsätzlich brauchen und bspw. gerne fressen. So konnten sich die Kinder bereits im Vorfeld ein Bild darüber machen, welcher Rasse dann „ihre Hühner“ angehören, bzw. wie sie aussehen werden.

Als weiteres Highlight, statte den Kindern, Peter Hainzinger, ebenfalls Mitglied des Geflügelzuchtvereins Mainburg, einen Besuch mit seinen Bielefeder Kennhuhn Küken ab. Diese zu füttern und zu streicheln war für viele Kinder ein ganz eindrückliches und besonderes Erlebnis. Neben dem Film und dem Küken Besuch, galt es aber auch, das Gehege vor Ort vorzubereiten. Die Kinder halfen dabei, Sand ins Hühnerbad zu transportiert, Unkraut zu jäten, den Bachlauf zu säubern und den Hühnerzaun zu reparieren. Ebenso wurden von Zuhause die ersten Haferflocken, als „absolutes Zuckerl“ für Hühner mitgebracht und im Kindergarten deponiert.

Natürlich zählen die Erzieherinnen, auch nach Ankunft der Hühner auf die Mithilfe von Kindern und Eltern. So wird ein „Versorgungsplan für die Wochenenden und Ferienzeiten ausgearbeitet, damit die Kinder bei der Fürsorge und Betreuung die weiteren Verpflichtungen aber auch Vorzüge der Tierhaltung kennenlernen können. In der Hauptsache handelt es sich darum, nach dem Rechten zu sehen, Wasser und Futter aufzufüllen sowie Eier abzutragen. Gerne dürfen die Kinder dafür zusätzlich zu unserem Körnerfutter bspw. Salatreste oder gekochte Kartoffelschalen von zu Hause mitbringen. Dies sind die Hühner gewöhnt, da im Zuge der Nachhaltigkeit, auch im Betriebsalltag, Küchen – und Essensreste an sie verfüttert werden.

Generell werden die Kinder natürlich in alle Arbeiten mit einbezogen und wenn es sich weiterhin so positiv entwickelt, wird das eine oder andere Kind, sicher bald besser über Hühner Bescheid wissen, als die Eltern. Und vielleicht dürfen sich nicht zuletzt, Hr. Walter und Hr. Haid in ein paar Jahren über fähigen Nachwuchs im Verein freuen.